No 6

Burkhard, Willy

geboren 17.4.1900 Evilard, gestorben 18.6.1955 Zürich, ref., von Schwarzhäusern. Sohn des Wilhelm, Graveurs. ∞ Marie-Louise Schmalz, Tochter des Ernst. Besuch des Lehrerseminars Muristalden in Bern. Musiktheorie-, Kompositions- und Klavierstudium an den Konservatorien von Bern, Leipzig, München und Paris. Zu seinen Lehrern zählten Sigfrid Karg-Elert, Walter Courvoisier und Max d'Ollone. Von 1924 an wirkte er als Lehrer zuerst privat, ab 1928 am Konservatorium in Bern. Schwere Lungenkrankheiten zwangen ihn 1933-34 und 1937-42 zu Kuraufenthalten in Montana und Davos. 1942 wurde B. als Lehrer für Musiktheorie und Komposition ans Zürcher Konservatorium berufen, wo er bis zu seinem Tod eine fruchtbare Tätigkeit entfaltete. Zu seinen bedeutendsten Schülern gehörten Klaus Huber, Rudolf Kelterborn, Ernst Pfiffner, Armin Schibler und Ernst Widmer. Im Vordergrund seines für die Schweiz und weit darüber hinaus bedeutsamen Schaffens steht die geistl. Vokalmusik. Charakteristisch ist die Bevorzugung bibl. Texte. Zu den repräsentativsten Werken gehören die Oratorien "Das Gesicht Jesajas" (nach Bibeltexten, 1933-35) und "Das Jahr" (1940-41), eine Messe (1951) und die Gotthelf-Oper "Die Schwarze Spinne" (1948). Neun Jahre nach B.s Tod wurde eine Willy Burkhard-Gesellschaft gegründet, die mit Text- und Schallplattenproduktionen zur Verbreitung seines Schaffens beiträgt und ein Werkverzeichnis veröffentlicht hat.


Archive
– Paul-Sacher-Stiftung Basel, Nachlass
Literatur
Willy B., [1978-1986], (Werkverz.)
Grosse Schweizer und Schweizerinnen, hg. von E. Jaeckle, E. Stäuble, 1990, 715-720
RISM

Autorin/Autor: Kurt von Fischer