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Attenhofer, Carl

geboren 5.5.1837 Wettingen, gestorben 22.5.1914 Zürich, kath., später christkath., von Zurzach. Sohn des Carl, Wirts im Kloster Wettingen, und der Rosa geb. Käuffler. ∞ 1859 Luise Zimmermann, von Ebikon. Musikschüler Daniel Elsters am Seminar Wettingen. 1857-58 am Leipziger Konservatorium, Freundschaft mit Friedrich Hegar. Ab 1859 Gesangs- und Musiklehrer in Muri (AG), ab 1863 Musikdirektor in Rapperswil (SG). 1866 Erfolg am Eidg. Sängerfest, Berufung an den Männerchor Zürich, zuerst Stellvertreter Wilhelm Baumgartners, dann Hauptdirigent. Leiter div. Chöre (u.a. Männerchor Aussersihl, Studentengesangverein, Kirchenchor Melodia). Nach dem Eidg. Sängerfest 1870 auch Musikdirektor der Univ. Zürich. 1879-85 Organist an der christkath. Augustinerkirche. 1896 durch Friedrich Hegar Berufung an das Konservatorium als zweiter Direktor. 1904 Übergabe des Männerchors Zürich an Volkmar Andreae. Als Komponist vertritt A. die schweiz. Chortradition. Die Chorsätze erfassen die ganze Breite zwischen archaisierendem Kirchenstil und Volkslied. Als Instrumentalkomponist ist A. trotz vieler Belege nie selbstständig geworden.


Archive
– StadtB Winterthur
– ZBZ, u.a. Nachlass
Literatur
– E. Refardt, Hist.-Biogr. Musiker-Lex. der Schweiz, 1928, (mit Werkverz.)
RISM CH

Autorin/Autor: Andres Briner