Daillens, de

Adlige Waadtländer Familie, die einen Teil der Herrschaft gleichen Namens besass (Mitherren waren u.a. das Kapitel von Lausanne und die Herren de Cossonay). Weitere Besitztümer hatte sie in Lutry, Lonay, Sullens und Bournens. 1215 werden die D. zusammen mit den Söhnen des Ritters Vaucher erwähnt. Der Zweig in Cossonay erwarb durch Heirat Ende des 14. Jh. einen Teil der Herrschaft La Molière, der infolge weiterer Verschwägerungen Ende 15. Jh. an die Familie de Gléresse überging. Aus der Familie D. stammen einige Amtsträger: Jordan war 1363 Meier von Romont und 1374 Vizekastlan von La Tour-de-Peilz; der Jurist Guyonet sass 1404 in einem Schiedsgericht von Grandson sowie 1407 in einem von Mont-la-Ville und war 1407 auch Kastlan von L'Isle; Nicod fungierte 1494 als Kastlan von Montsalvens. Die D. starben Anfang des 16. Jh. aus. Die Familie Denisat von Chavornay erbte ihre Herrschaft und das Wappen.


Literatur
– L. de Charrière, Répertoire des familles vaudoises qualifiées, 1883

Autorin/Autor: Pierre-Yves Favez / MS