04/08/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Aquila

Polit. Gem. TI, Bez. Blenio. Zentrum des oberen Bleniotals, auf 782 m gelegen, umfasst die Weiler Dangio, Grumarone, Pinaderio und Ponto Aquilesco. 1196 Aquili. 1602 600 Einw.; 1801 804; 1850 1'040; 1900 719; 1950 627; 2000 487. Im MA teilte A. die Gesch. des Bleniotals. Um 1200 gehörte auch die Nachbarschaft Ghirone zu A. Die heutigen Grenzen wurden 1853 mit der endgültigen Trennung der zwei Gem. festgelegt. Die Pfarrkirche S. Vittore (1213 erw.) wurde 1728-30 wiederaufgebaut. Die Abtrennung der Bürgergem. erfolgte 1914. Eine wichtige Einnahmequelle stellte die Auswanderung in europ. Länder (Schokoladenhersteller, Kellner, Dienstboten) dar; sie nahm in jüngerer Zeit grosse Ausmasse an. Ab 1914 fanden zahlreiche Einw. von A. in der Schokoladenfabrik Cima-Norma in Torre Arbeit, daneben betrieben sie oft noch Land- und Viehwirtschaft. Die Schliessung der Fabrik 1968 führte zu einem deutl. Bevölkerungsrückgang. 1990 arbeiteten 39% im 2., 49% im 3. Sektor. 60% Wegpendler.


Literatur
– F. Ambrosetti et al., Blenio 71, 1972
– M. Vicari, Valle di Blenio 1, 1992

Autorin/Autor: Sonia Fiorini / CN