24/01/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Sant'Antonino

Polit. Gem. TI, Bez. Bellinzona, die in der Magadinoebene am nördl. Abhang des Monte Ceneri liegt und die Weiler Paiardi und Vigana umfasst. 1219 Sancto Antorino. 1591 400 Einw.; 1696 453; 1795 373; 1850 329; 1900 380; 1950 440, 2000 2'066. Im Gebiet al Sasso wurden einige spätröm. Körpergräber gefunden. Im MA besassen das Kapitel S. Pietro in Bellinzona (Anfang 13. Jh.), das Spital von Contone (1337) und das Domkapitel von Como (1397) Güter in S. Bis 1442 war S. nach Bellinzona kirchgenössig, danach bildete es mit Cadenazzo eine eigene Pfarrei, bis dieses sich 1830 von S. löste. Die 1219 erstmals bezeugte Pfarrkirche wurde im 16. und 17. Jh. im Barockstil neu errichtet. Wirtschaftlich dominierten die Viehzucht und v.a. der Ackerbau, der von der Ende des 19. Jh. begonnenen Urbarmachung der Magadinoebene profitierte. In den 1960er und 70er Jahren setzte, begünstigt durch die Nähe zu Bellinzona, eine Entwicklung zur Wohngem. ein. Zu Beginn des 21. Jh. wies die Gem. eine wachsende Zahl von Gewerbe- und Industriebetrieben auf.


Literatur
– Gilardoni, Inventario, 271-274
– V. Gilardoni, Il Romanico, 1967, 545 f.

Autorin/Autor: Graziano Tarilli / PTO