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Ménard, Philippe Romain

geboren 24.10.1750 Liancourt-sous-Clermont (Picardie), gestorben 13.2.1810 Paris. M. begann seine Karriere 1775 als Soldat im Regiment der Champagne. Als Brigadegeneral in der Division von Amédée de La Harpe in Italien 1795 wechselte er schliesslich in die Division von André Masséna. Am 23.1.1798 sicherte M. der Unabhängigkeitsbewegung der Waadt in einer Proklamation seine Unterstützung zu; angeblich, um den Marsch von General Guillaume Brune auf Bern vorzubereiten. Tatsächlich forderte er daraufhin von den Waadtländern einen Beitrag von 700'000 franz. Pfund (sog. M.-Anleihe). Nach seiner Ablösung durch Brune am 4. Februar wurde er zum Divisionsgeneral ernannt. M. beteiligte sich 1799 an den Kämpfen in der Schweiz und kommandierte als provisor. Stellvertreter für den abwesenden Masséna die helvet. Armee. Wegen geistiger Umnachtung wurde er 1806 aus der Armee entlassen.


Literatur
– G. Six, Dictionnaire biographique des généraux et amiraux français de la Révolution et de l'Empire (1792-1814), Bd. 2, 1934, 188
– L. Desponds et al., Union et Concorde, 1998, 293

Autorin/Autor: Fabienne Abetel-Béguelin / CN