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Medeglia

Polit. Gem. TI, Bez. Bellinzona, im oberen Vedeggiotal. M. umfasst mehrere Weiler, darunter Drossa. Bis 1805 gehörte auch Robasacco zur Gemeinde. 1195 Medellia. 1591 370 Einw.; 1709 443; 1801 543; 1850 469; 1900 383; 1950 331; 2000 330. Anzunehmen ist, dass M. im HochMA Teil der alten Talschaft der Carvina war. 1501-03 wechselten M. und Isone von der Landschaft Lugano zur Grafschaft Bellinzona, blieben aber bei der Pieve Agno. 1585 löste sich M. von der Pfarrei Bironico, der es ab dem 13. Jh. unterstanden hatte, und wurde Vizepfarrei (seit 1888 Pfarrei). Die 1328 erstmals erw. Pfarrkirche S. Bartolomeo mit rom. Kern wurde im 15. und 17. Jh. umgebaut. Die wirtschaftl. Grundlage des Dorfs beruhte auf Viehzucht und Waldwirtschaft. Schon ab dem 16. Jh. erwarben Einwohner von M. und Isone Wälder und Weiden bis nach Robasacco, Contone, Cadenazzo, Sant'Antonino, Camorino und unterhielten Handelsbeziehungen mit Bellinzona. Im 19. Jh. wanderten viele Bewohner aus, v.a. nach Argentinien und Kalifornien. Die Maiensässe von M. wurden 1996 als Sumpfgebiet von nationaler Bedeutung eingestuft. 2000 arbeiteten drei Viertel der aktiven Bevölkerung auswärts.


Literatur
Parrocchia di M., 1585-1985, 1985
– G. Chiesi, F. Zappa, Terre della Carvina, 1991
Rivista di Lugano, 11.2.2005, (Sondernr.)

Autorin/Autor: Graziano Tarilli / PTO