15/02/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Cadenazzo

Polit. Gem. TI, Bez. Bellinzona. Die Kernzone erstreckt sich entlang der Strasse am Nordfuss des Monte Ceneri. 1335 Catenacii. 1698 191 Einw.; 1784 200; 1850 216; 1900 333; 1950 621; 1990 1'500; 2000 1'755. 1335 ist ein hospitallis de Cadenazio erwähnt; die Existenz einer ma. Burg ist zweifelhaft. Die Kollegiatkirche S. Pietro in Bellinzona trat 1438 einen Teil ihrer Güter den Einwohnern von C. ab. Überreste einer 1363 erwähnt und vielleicht schon im 13. Jh. erbauten Kapelle S. Pietro Martire fehlen. 1442 löste sich C. von der Mutterkirche Bellinzona und vereinte sich mit der Pfarrei des Nachbardorfs S. Antonino, von der sie sich 1830 wieder trennte. Landwirtschaft, einst vorherrschend, aber wenig ertragreich, wird auch heute noch in der Magadinoebene betrieben, die nach der Korrektion des Tessins melioriert wurde (v.a. Getreide- und Gartenbau). Seit 1973 steht in C. eine Zweigstelle der Eidg. Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau. Dank einiger Industriebetriebe, Geschäfte und Lagerhallen in der Nähe des Bahnhofs hat C. mehr Zu- als Wegpendler.


Literatur
– V. Gilardoni, Il Romanico, 1967, 252
– B. Caccia, C., 1980

Autorin/Autor: Graziano Tarilli / AG