Neuburg, von

Zürcher Ritteradel aus dem 13.-14. Jh., Meier des Bf. von Konstanz zu Oberwinterthur. Wohl identisch mit den ab 1175 auftretenden von Winterthur bzw. von Oberwinterthur. Rudolf (de castro novo) nannte sich 1254 als Erster nach der Burg N. (Wülflingen), als er den Nonnen von Töss zwei Mühlen zu Oberwinterthur und den Fahrhof zu Neunforn, alles Lehen des Bf. von Konstanz, verkaufte. Nach dem Aussterben der Gf. von Kyburg 1264 bewegte sich die Fam. auch im Umfeld der Habsburg-Österreich, die sie im 14. Jh. u.a. mit der Mörsburg bei Winterthur und Gütern um die Burg N. beliehen. Johannes (1314-65), der letzte männl. Vertreter der Fam., verpfändete 1365 die Vogtei Oberwinterthur, ein Lehen der Frh. von Klingen, seinem Schwiegersohn Egbrecht von Goldenberg, um so die Aussteuer seiner Tochter Anna zu sichern. Egbrecht hatte zwei Jahre zuvor bereits die Mörsburg übernommen.


Literatur
– H. Kläui, Gesch. von Oberwinterthur im MA, 1968, 299
Sablonier, Adel

Autorin/Autor: Martin Leonhard