Eppenberg, von

Niederadliges Geschlecht des 13.-17. Jh. von Oberuzwil. Als Lehen des Abts von St. Gallen besass es die Herrschaft Bichwil mit der Burg E. Erster bekannter Vertreter ist Conrad, 1259-77 Zeuge für die Klöster Magdenau und Tänikon, mit denen die Fam. auch später verbunden war. Heinrich zeugte 1282-84 für die Frh. von Bürglen und die Gf. von Toggenburg. Heinrich (erw. 1338-53), Bruder von Katharina, der späteren Magdenauer Äbtissin (erw. 1353, 1362-65), beteiligte sich 1338 an der Fehde der Meier von Altstätten gegen die Stadt St. Gallen. In der Folge verstärkte sich die Hinwendung der Fam. zu den Gf. von Toggenburg. So war Konrad, Sohn des letztgenannten Heinrich, 1383-94 deren Burgvogt auf Kyburg. Die Zerstörung der Burg E. durch die Appenzeller 1403 brachte die Fam. in wirtschaftl. Schwierigkeiten. 1503 verkaufte sie schliesslich die Herrschaft Bichwil und lebte fortan bis zu ihrem Aussterben 1624 verarmt in der Stadt St. Gallen und im Toggenburg.


Literatur
– A. Näf, Burg E. und die Herrschaft Bichwil, 1912
– Sablonier, Adel

Autorin/Autor: Martin Leonhard