Bernegg, von

Ritteradliges Geschlecht des 13. und 14. Jh. von B., Gem. Hinwil ZH. Besitz und gemeinsames Auftreten weisen auf eine nahe Verwandtschaft mit den von Werdegg und von Landenberg hin. Der Besitz konzentrierte sich auf Hinwil, das nahe B. mit der Burg als Rapperswiler und später Toggenburger Lehen, auf Ringwil mit der Vogtei als Lehen der süddt. Gf. von Veringen einerseits, Eigengut und Lehen der Herren von Klingen andererseits. Rüdiger, vielleicht Sohn des Heinrich von Werdegg, erscheint 1229 und 1232 im Umfeld der Rapperswiler. Heinrich (1249/64-86 erw.), Gatte der Bertha (wahrscheinlich von Windegg) und 1279 explizit Ministerialer des Abts von St. Gallen, verkaufte 1277 mit seinem Sohn Rüdiger (1285/90 evtl. genannt von Werdegg) seinen Besitz an das Kloster Rüti und v.a. an die Johanniterkomturei Bubikon, so 1277 Ringwil und 1283 die Burg B. mit Zubehörden. Rüdigers Bruder Heinrich (bezeugt 1275-1304) war Priester in Bubikon, ab 1277 Kirchherr in Aadorf. Seine Geschwister Ita und Konrad, dieser als Vogt Itas, sind letztmals 1332 beim Verkauf von Eigenleuten an Bubikon erwähnt.


Literatur
– P. Kläui, «Neues zur ältesten Genealogie und Gesch. der Herren von Landenberg», in ZTb 1959, 1958, 24-61
– Sablonier, Adel

Autorin/Autor: Martin Leonhard