Ab Egge

Im 13.-14. Jh. bezeugte Ministerialen der Gf. von Toggenburg, evtl. von der Burg Egg bei Oberbazenheid (Gem. Kirchberg SG). Als Toggenburger Lehen trugen A. Güter und Rechte im Zürcher Oberland (Oberdürnten, Egelsee bei Bubikon, Hinwil), bis 1324 Zehntrechte in Eschenbach (SG). Das Lehen in Hinwil (eine Hofvogtei) weist auf Beziehungen zu den dort begüterten Herren von Regensberg hin. Erster belegter Vertreter ist Ulrich (1228/29-1242/44 erw., gestorben 1260). Die folgenden Generationen bewegten sich offensichtl. in den Städten Uznach und Wil (SG) und verloren an Bedeutung. Ulrichs Sohn Wilhelm war 1260 Bürger von Uznach, Albrecht 1270 und 1277 Zeuge daselbst. Peter (1283) und Hans (1294) traten in Wil als Zeugen auf. Letzter bekannter Vertreter ist Lütold, Sohn von Albrecht (gestorben 1324) und um 1350 Schultheiss von Uznach, der 1358 für Gf. Friedrich V. von Toggenburg Einsitz in einem Schiedsgericht nahm.


Quellen
Chartularium Sangallense, hg. von O. Clavadetscher, Bde. 3-5, 1983-88
UB ZH
Literatur
– J.A. Pupikofer, Gesch. des Thurgaus 1, 1886, 489
– Sablonier, Adel

Autorin/Autor: Martin Leonhard