Sigberg, von

Geschlecht aus dem vorarlberg. Niederadel, nach der gleichnamigen Burg bei Frastanz genannt. Die S. standen als Ministerialen im Dienst der von Montfort, der Werdenberger und des Bf. von Chur. Adelheid (gestorben 1271) war Fürstäbtissin des Stiftes Schänis, Wernher um 1300 Domherr in Chur, Ursula 1432-76 Fürstäbtissin des Stiftes Lindau. Im 14. Jh. hatte die Fam. diverse Burgen im Churer Rheintal inne, so Ober-Ruchenberg bei Trimmis oder Neu-Aspermont in Jenins sowie als Pfand 1442 Marschlins bei Igis. 1435 lagen Werner und Heinrich in Fehde mit Gf. Friedrich VII. von Toggenburg, der die Burg S. zerstörte und auch Neu-Aspermont eroberte. Durch ein Schiedsgericht der Stadt Zürich wurden die S. allerdings entschädigt. Mitte des 15. Jh. erlosch die Fam. im Mannesstamm, die Burg Neu-Aspermont ging an die Herren von Schlandersberg über.


Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm