Lanterswil

Ehem. Ortsgem. der Munizipalgem. Bussnang, seit 1996 Teil der polit. Gem. Bussnang TG, Bez. Weinfelden. Die Ortsgem. bestand aus den drei am sanften Nordabhang des Braunauer Bergs nahe beisammen gelegenen Siedlungen L. (1272 Landretiswiller) samt Neuhof und Kirchbühl, Niederhof und Stehrenberg. 1850 251 Einw.;1900 199; 1950 166; 1990 146. Das ganze Gebiet gehörte bis 1798 zu den sog. Hohen Gerichten und unterstand somit für die hohe und niedere Gerichtsbarkeit dem eidg. Landvogt im Thurgau. Kirchlich teilte L. stets das Schicksal Bussnangs. Kornbau in drei Zelgen und Weinbau, im 19. Jh. Übergang zu Vieh- und Milchwirtschaft (1879 Käserei L.-Toos). Der bäuerl. Charakter der Ortschaft ist bis heute erhalten geblieben.


Literatur
Thurgauer Ztg., 6.1.1976 (Beil.), 20.7.1990

Autorin/Autor: André Salathé