Lichtenstein, von

Ab 1180 im Raum Chur mit Heinrich auftretendes Adelsgeschlecht, dessen Sitz die gleichnamige Burg bei Haldenstein war. 1220 erscheinen Rüdiger I. und II. zusammen mit den Aspermont und den Flums als Zeugen, 1263/64 Hermann mit den Flums und von Tils (aus Mels). Ritter Ulrich (gestorben 1275) trat 1260-74 mehrfach als Zeuge auf, 1266 bürgte er für Walter von Vaz. 1271 einigten sich in seinem Haus zu Chur der Bischof und der Abt von Pfäfers. Ulrich vermachte alle Lehen des Hochstifts Chur dem Churer Domkapitel. Rudolf, der letzte Vertreter des Geschlechts, ist 1275-82 als Domherr nachgewiesen. Die Burg L. war 1386 noch von den Haldenstein bewohnt, 1494 noch als Burgstall fassbar. Eine Verwandtschaft der L. mit den Haldenstein wird vermutet, ist aber nicht direkt belegbar.


Literatur
GHS 2, 147-233
– G. Lütscher, Gesch. der Freiherrschaft und Gem. Haldenstein, bearb. und ergänzt von S. Margadant, 1964 (21995)
– O.P. Clavadetscher, W.Meyer, Das Burgenbuch von Graubünden, 1984, 301 f.

Autorin/Autor: Jürg Leonhard Muraro