Lumins [Almens], von

Bündner Ministerialengeschlecht, das seinen Namen vom Wohnturm der bischöfl. Meier in der Gem. Almens herleitet. Ein Albert erschien 1200 unter den bischöfl. Meiern, die einen Gütertausch zwischen dem Kloster Churwalden und dem Churer Domkapitel bezeugten. In den Wirren des 13. Jh. scheint das Geschlecht in den Ritterstand aufgestiegen zu sein, denn 1268 taucht ein Ritter Albert als Zeuge bei einer Belehnung durch den Bf. von Chur auf. Walter war 1320 Zeuge des Ehekontraktes der Berta von Rhäzüns. Mit Albert, Domherr und Pfarrer von St. Martin in Chur (gestorben 18.1.1329), verschwindet das Geschlecht aus den Quellen. Der Turm verlor im SpätMA seine Funktion als herrschaftl. Sitz.


Quellen
– W. von Juwalt, Necrologium Curiense, 1867, 165
BUB, 335, 997, 2179
Literatur
– O.P. Clavadetscher, W. Meyer, Das Burgenbuch von Graubünden, 1984, 117

Autorin/Autor: Giorgio Girardet