Orvin, d' [von Ilfingen]

Jurass. Adelsfamilie, erstmals 1223 erwähnt mit Ulricus, miles de Ulvingen (d.h. von O.). Sie besass Güter und Steuereinnahmen in O., wo sie auch Ländereien des Fürstbf. von Basel zum Lehen hielt. Von ihrem Schloss ist nichts mehr erhalten. Die Herren von O. waren Vasallen der Gf. von Neuenburg, besassen auch ein Haus in Nidau sowie Ländereien und Einkünfte am Bielersee. Jean, ein Junker und Edelknappe, wird 1346 als Mitgründer der Kirche von Nidau verzeichnet. Nach dem Erlöschen der Fam. gegen Ende des 14. Jh. gingen die Güter an die Fam. d'Orsans, die Herren von Rondchâtel, über.


Literatur
– A. Michaud, Contributions à l'histoire de la seigneurie d'O., 1923 (Nachdr. 1980)
– P. Léchot, «O., petit monde à part», in Actes SJE, 1965-66, 345

Autorin/Autor: Christine Gagnebin-Diacon / ALI