29/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Mattwil

Ehem. Ortsgem. TG, Bez. Weinfelden. M. mit Altighofen liegt auf dem Seerücken an der Strasse Sulgen-Altnau. 1803-1994 bildete M. eine Ortsgem. in der ehem. Munizipalgem. Birwinken; seit 1995 ist es Teil der polit. Gem. Birwinken. 1200 Matewilare. 1850 185 Einw.; 1900 196; 1950 181; 1990 193. Ab 1200 lassen sich die Ministerialen von M. nachweisen. Vom SpätMA bis 1798 gehörte ein Drittel von M. zum Gericht Berg (Appellation beim Hofgericht Konstanz), die anderen zwei Drittel zu den sog. Hohen Gerichten, in denen die thurg. Landvögte die niedere und hohe Jurisdiktion ausübten. M. teilte stets das Schicksal der Pfarrei Langrickenbach. Im 17. Jh. stellten die thurg. Landvögte M. Gemeindebriefe zur Bestätigung seiner Rechte aus. 1844 vereinigten sich Klarsreuti und M. zu einer Schulgem., 1959 die Schulgem. Birwinken, M.-Klarsreuti und Happerswil-Buch. Bis um die Mitte des 20. Jh. war das Dorf bäuerlich geprägt. Die 1600 erw. Mühle stand bis um 1920 in Betrieb. Im 19. Jh. waren Buntweberei (Baumwolle) und mechan. Stickerei verbreitet.


Literatur
Hinweisinventar alter Bauten und Ortsbilder im Kt. Thurgau, Ms., 1994, (StATG)

Autorin/Autor: Erich Trösch