Gisenstein, von

Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (geboren 1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus.


Literatur
– P. Lachat, «Die Kirchensätze zu Oberburg, Burgdorf und Heimiswil bis zur Reformation», in Burgdorfer Jb. 27, 1960, 37-86

Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher