Egerdon, von

Ritterl. Geschlecht der Stadt Bern (auch Egerten, Aegerten), Dienstleute der Gf. von Neuenburg. Den E. gehörte bis 1312 der Gurten, auf dem sich ihre Stammburg befand. Sie waren im 13. Jh. im Rat der Stadt Bern vertreten und stellten mehrfach den Schultheissen. Sie gelten als Förderer des Frauenklosters Kappelen im Forst (Gem. Frauenkappelen) und des Deutschordenshauses in Köniz. Burkard II., Sohn von Burkard I., wird 1250 erstmals erwähnt. 1255-57 amtierte er als Schultheiss, 1270 vergabte er den Kirchensatz von Krauchthal an die Johanniterkommende Münchenbuchsee. Er starb 1271. Im gleichen Jahr wird der Ratsherr Heinrich als Besitzer eines steinernen Hauses, eines sog. Hofs, an der Berner Herrengasse (bzw. Herren-von-Egerten-Gasse) erwähnt. Ulrich war 1294 Sechzehner, 1295 und 1303 Ratsherr. 1312 verkauften die Brüder Werner und Peter ihren Besitz ausserhalb der Stadt mit allen Reichslehen, Kirchensätzen und zugehörenden Rechten. Peter war 1322-23 Schultheiss und 1327 noch Ratsherr. Er starb nach 1335; mit ihm erlosch das Geschlecht im Mannesstamm. Agnes wirkte 1345-60 als Priorin des Augustinerinnenklosters Kappelen im Forst.


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– BBB

Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher