Klarsreuti

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Birwinken, Bez. Weinfelden, am Südhang des Seerückens nordöstlich von Berg gelegen. K. bildete bis 1994 eine Ortsgem. der ehem. Munizipalgem. Birwinken. 1270 Ruti, 1507 Klarersrutti. 1850 95 Einw.; 1900 119; 1950 84; 1990 68. Im 13. Jh. trat das Kloster Feldbach in K. als Grundbesitzerin auf. Vom SpätMA bis 1798 gehörte K. zu den sog. Hohen Gerichten, die dem eidg. Landvogt im Thurgau direkt unterstanden. Das mehrheitlich ref. Dorf war stets nach Langrickenbach kirchgenössig und teilte kirchlich das Schicksal dieser Pfarrei. Acker- und Obstbau waren die vorherrschenden Wirtschaftsformen, im 19. Jh. kam die Weberei dazu. Um 1900 bestand in K. eine mechan. Stickerei, doch hatte sie in dem abseits der Verkehrswege gelegenen Dorf keinen Bestand. Neben dem seit 1930 nach biolog.-dynam. Grundsätzen geführten Oswaldhof - der Erste der Schweiz - hat sich die konventionell betriebene Landwirtschaft (Milchwirtschaft, Ackerbau, Obstbau) bis in die Gegenwart als wichtigster Erwerbszweig behauptet.


Literatur
Hinweisinventar alter Bauten und Ortsbilder im Kt. Thurgau, Ms., 1994, (StATG)
75 Jahre bio & dynamisch, 2005

Autorin/Autor: Verena Rothenbühler