Weerswilen

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Weinfelden, Bez. Weinfelden. Das Dorf W., mit Beckelswilen, Burg (teilweise), Oberhard und Ottenberg, liegt am Südhang des Ottenbergs bei Weinfelden. Die Ortsgem. W. war 1803-1994 Teil der Munizipalgem. Berg. Seit 1995 gehört W. (ohne Beckelswilen) zur polit. Gem. Weinfelden. 1291 Wernswille. 1831 281 Einw.; 1850 316; 1900 282; 1950 262; 1990 262. W. war im HochMA vermutlich ein bischöfl.-konstanz. Lehen der Frh. von Bussnang, das später als Gerichtsherrschaft (u.a. mit Altschhof, Häusern in Dotnacht und Engelswilen) an die von Roggwil ging. Diese verkauften W. 1391 an die von Ulm (Offnung zwischen 1466 und 1496 ausgestellt). 1711-98 war das Gericht W. im Besitz der Stadt Zürich. W. war bis 2000 nach Berg kirchgenössig, dann nach Weinfelden. In W. wurden Acker-, Wiesen- und Obstbau und bis ins 19. Jh. Weinbau in bedeutendem Umfang betrieben. 1904-2003 gab es im Ort eine Käserei, 1885-96 eine Stickerei und 1917-22 eine Schifflistickerei. Die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe nahm im 20. Jh. ständig ab.


Literatur
Thurgauer Tbl., 19.1.1973
Thurgauer Ztg., 17.8.1991; 27.6.2007
– H. Lei, W., 1995

Autorin/Autor: Erich Trösch