• <b>Münch (von Landskron, von Münchenstein)</b><br>Schloss Landskron im Elsass. Aquarell von  Albrecht Kauw,   um 1670 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen. Das im 13. Jahrhundert von den Münch erbaute Schloss war bis Mitte des 15. Jahrhunderts in Familienbesitz. Frankreich stellte die Ruinen des zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstörten Schlosses 1923 unter Denkmalschutz. Seit 1984 gehören sie dem französisch-schweizerischen Verein Pro Landskron, der sich zum Ziel gesetzt hat, die verbliebenen Gebäudeteile zu restaurieren. Rechts unten im Bild sind die Bäder und die Herberge des solothurnischen Weilers Flüh zu erkennen.

Münch (von Landskron, von Münchenstein)

In Basel und Umgebung begüterte ritteradlige Fam., die urkundlich ab 1154 im Dienste des Bf. von Basel nachweisbar ist. Im 13. Jh. gehörten die M. zusammen mit den Schalern zu den führenden Fam. der Stadt Basel. Ab Mitte des 13. Jh. führte der Bau versch. Burgen in Basels Umgebung zur Verzweigung der Fam. in mehrere Linien, von denen einige früh ausstarben, so die von Stettenberg (gestorben 1310) und die von Münchsberg (gestorben 1356).

<b>Münch (von Landskron, von Münchenstein)</b><br>Schloss Landskron im Elsass. Aquarell von  Albrecht Kauw,   um 1670 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Das im 13. Jahrhundert von den Münch erbaute Schloss war bis Mitte des 15. Jahrhunderts in Familienbesitz. Frankreich stellte die Ruinen des zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstörten Schlosses 1923 unter Denkmalschutz. Seit 1984 gehören sie dem französisch-schweizerischen Verein Pro Landskron, der sich zum Ziel gesetzt hat, die verbliebenen Gebäudeteile zu restaurieren. Rechts unten im Bild sind die Bäder und die Herberge des solothurnischen Weilers Flüh zu erkennen.<BR/>
Schloss Landskron im Elsass. Aquarell von Albrecht Kauw, um 1670 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.
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Die eine Hauptlinie, die sich nach der Burg Landskron benannte, erlosch 1460 mit dem Tod des habsburg. Ministerialen Johans IX. Bis um 1350 gehörten ihre Angehörigen zur Basler Führungsschicht, sassen im Rat und stellten insgesamt drei Bürgermeister. Hartung ( -> 8), Domherr, wurde 1325 vorübergehend Bf. von Basel (bis 1328), Konrad ( -> 13) amtierte 1393-95 als Bischof. Ritter Burkart V. fiel 1396 auf dem letzten Kreuzzug in Nikopolis (heute Bulgarien). Ab 1350 wandten sich die M. von Landskron von Basel ab und traten immer häufiger als Räte, Landvögte und Pfandherren in habsburg. Dienste ein. Burkart VII., der Bruder von Johans IX., kam 1444 in der Schlacht bei St. Jakob an der Birs um.

Die zweite Hauptlinie nannte sich nach Münchenstein und Löwenberg, einzelne Angehörige nach Sternenfels (Büren, SO). Sie existierte bis 1759. Mehrere Angehörige fielen 1386 bei Sempach und 1396 bei Nikopolis. Ab Ende des 14. Jh. engagierten sich die M. von Münchenstein kaum noch in der Basler Politik. Hartmann ( -> 7) war 1418-22 Bf. von Basel. Im 15. Jh. geriet der Familienzweig zunehmend in wirtschaftl. Schwierigkeiten. Konrad VIII. verpfändete 1470 Münchenstein, 1526 verkauften Hans Thüring II., Jakob I. und Matthias II. die Herrschaft Löwenberg an die Abtei Lützel. Bis zu ihrem Aussterben verblieben der Fam. einige Güter im elsäss. Sundgau und Ämter am Hofe des Bf. von Basel.


Literatur
– W. Merz, Die Burgen des Sisgaus 3, 1910, (mit Stammtaf. 2 und 3)
– W. Meyer, Die Löwenburg im Berner Jura, 1968

Autorin/Autor: Werner Meyer