Kienberg, von

Niederadlige Fam. in der Nordwestschweiz. 1173 werden Ulrich und Hartmann von K. erstmals als Zeugen in einem kaiserl. Privileg für das Stift Beromünster erwähnt. Im 13. Jh. besass die Fam. eine Burg und Herrschaft in der Gem. K., zu welcher u.a. auch Teile der Dörfer Erlinsbach und Küttigen gehörten. Hartmann III. (erw. 1272-1305) liess sich auf der Burg Königstein (Gem. Küttigen) bei Aarau nieder (1278 Vogtstreit mit Herrschaftsleuten). Der auf ihn zurückgehende Familienzweig K.-Königstein verkaufte 1417 Burg und Herrschaft an die Stadt Aarau und liess sich danach in der Stadt Luzern nieder (1517 letzter Nachweis der Fam.). Die Burg und die Herrschaft K. gingen 1398 nach Verpfändung an Petermann von Heidegg. Weitere - alle nur bis ins frühe 15. Jh. belegte - Zweige der K. waren in Laufenburg, Rheinfelden und Bern (1293-97 Schultheiss Ritter Jakob von K.) ansässig. Den Namen K. führt auch eine bäuerl. Familie.


Literatur
– W. Merz, Die ma. Burganlagen und Wehrbauten des Kt. Aargau 2, 1906, 301-309; 3, 1929, 65 f.
GHS 3, 327
UB SO 1, 1952, Stammtaf. 7

Autorin/Autor: Martin Illi