Hertenberg, von

Niederadlige Fam. mit bürgerl.-kaufmänn. Ursprung, die in der Stadt Basel ab 1237 erwähnt ist. Die Fam. besass 1295 ein stattl. Stadthaus am Nadelberg (zum Schönen Huse). Konrad Ludwig, 1273 Nachfolger seines Vaters im Basler Rat, erscheint 1295 als Inhaber der Vogtei Riehen und 1302 als bischöfl. Brotmeister von Basel. Um 1300 nahm die Fam. den Namen von H. an, möglicherweise hatte sie die Burg H. (Landkreis Lörrach) als bischöfl. Lehen erhalten. Nach der Zerstörung der Burg durch das Erdbeben von 1356 liess sich die Fam. in Rheinfelden nieder. Um 1400 starb das Geschlecht in der männl. Linie aus. Die Töchter Konrad Ludwigs heirateten Männer aus den Basler Ritterfam. Münch und Bärenfels.


Literatur
– A. Burckardt, «Herkunft und Stellung von Adel und Patriziat zu Basel», in Basler Jb., 1909, 92-118
– W. Merz, Die Burgen des Sisgaus 1, 1909, 56-62
– C.A. Müller, «Adels- und Burgennamen in Basels Umgebung», in Alemann. Jb., 1961, 21-64

Autorin/Autor: Martin Illi