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Rimli, Albert

geboren 13.4.1871 Herdern, gestorben 29.4.1954 Frauenfeld, kath., von Tägerschen (heute Gem. Tobel-Tägerschen) und Frauenfeld. Sohn des Johann Baptist, Lehrers und Staatskassiers, und der Theresa geb. Lüthi. Ledig. Praktikum bei einem Baumeister, Architekturausbildung am Technikum Winterthur, 1891 Diplom. 1892-93 Stud. an der Techn. Hochschule München, danach Praktika bei versch. Architekten in Zürich. 1901 Gründung eines eigenen Büros in Frauenfeld. R. spezialisierte sich früh auf Kirchenbauten, entwarf mehrere Schulhäuser und realisierte Wohn- und Geschäftshäuser. Ganz dem Historismus verpflichtet, errichtete er Kirchen im neugot. (1909-10 St. Margrethen, SG) und im neubarocken Stil (1900-03 Emmishofen, 1903-07 Frauenfeld, 1904-06 Weinfelden und 1908-10 Höchst im Vorarlberg). Er gilt als Wegbereiter des Neubarocks, dessen Bauten sich durch eine sorgfältige Gestaltung und solide Bauweise auszeichnen.


Literatur
– H.P. Mathis, «Albert R. (1871-1954)», in ThBeitr. 132, 1996, 247-255
Architektenlex., 445 f.

Autorin/Autor: Hans Peter Mathis