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Reber, Paul

geboren 15.11.1835 Basel, gestorben 29.10.1908 Basel, ref., von Basel. Sohn des Balthasar ( -> 1). ∞ Emma Burckhardt, Tochter des August, Obersten. Ab 1852 Ingenieurstud. an der Polytechn. Schule in Karlsruhe, ab 1857 Volontär der Schweiz. Centralbahn. 1870-1908 Basler Grossrat, 1870-85 Mitglied des Bürgerrats und der Zunft zu Spinnwettern. Ab den frühen 1860er Jahren beschäftigte sich R. in Basel mit dem Wohnungsbau und errichtete 1869-71 mit dem Diakonissenhaus in Riehen seinen ersten Grossbau. In Basel folgten 1877 die Augenheilanstalt, 1883 das Vesalianum (patholog. Anstalt der Univ. Basel), 1883-86 die kath. Marienkirche, 1884 Gebäude für die psychiatr. Universitätsklinik Friedmatt, 1892 die Erweiterung der Synagoge und danach eine grosse Zahl von ref. Kirchenbauten in der ganzen Schweiz. Daneben verfasste er Gedichte, Fest- und Lustspiele. Stilistisch war R. in den 1870er Jahren dem Spätklassizismus verpflichtet und wandte sich in den 1880er Jahren dem Historismus zu.


Literatur
Architektenlex., 436 f.

Autorin/Autor: Romana Anselmetti