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Moraglia, Giacomo

geboren 7.7.1791 Mailand, gestorben 1.2.1860 Mailand, Italiener. Sohn des Antonio, Schreiners. ∞ Maria Turpini. Ab 1809 studierte er Ornamentik und Architektur an der Akad. von Brera bei Giocondo Albertolli, Carlo Amati und Giuseppe Zanoja; 1821 erhielt er von der Commissione d'ornato (Verschönerungskommission) das Berufsdiplom; ab 1841 sass er selbst in diesem Gremium. Sein Ruf festigte sich 1826 mit dem Bau der Porta Comasina in Mailand (heute Porta Garibaldi). Nach 1830 erhielt er zahlreiche Aufträge vom lombard. Bürgertum. Im Tessin errichtete er wichtige Bauten: 1843-44 das Regierungsgebäude (ab 1890 Rathaus) von Lugano, 1843-44 die Villa Ghisler und 1844-46 die Kirche S. Carlo mit dem 1846 angebauten Gemeindehaus, heute Pfarrhaus, in Magadino und 1846-47 das Teatro Sociale in Bellinzona. M. war ein Vertreter des späten Neoklassizismus und Mitglied renommierter Akademien, u.a. derjenigen von Bologna und S. Luca in Rom.


Literatur
– R. Bergossi, G. Cisotto, Giacomo M. 1791-1860, architetto, 1991
Architektenlex., 382

Autorin/Autor: Simona Martinoli / MS