Kaltenbach

Ehem. Ortsgem. TG, seit 1995 Teil der polit. Gem. Wagenhausen, Bez. Steckborn. Das Dorf K. umfasst die Weiler Bleuelhausen (799? Pluwileshusirum) sowie Etzwilen und liegt am nördl. Hangfuss des Stammerbergs südwestlich von Stein am Rhein. Bis 1838 bildete es einen Teil der Gem. Wagenhausen und 1838-1995 war K. eine Ortsgemeinde der Munizipalgem. Wagenhausen. Vor 1300 Kaltenbach. 1850 550 Einw.; 1900 496; 1950 562; 1990 690. K. unterstand der Herrschaft Wagenhausen, die 1596-1798 der Stadt Stein am Rhein gehörte (Offnung von 1491 bzw. 1552). Kirchlich zählte das mehrheitlich ref. K. stets zur Pfarrei Burg (SH). Im 19. Jh. wurden in K. neben Getreide auch Obst und Hanf angebaut (Mühlen). Der einst verbreitete Rebbau wurde im 20. Jh. aufgegeben und nach 1950 ging auch der Ackerbau zurück. In den letzten Jahren siedelten sich einige Industrie- und Gewerbebetriebe an, die heute zusammen mit den in jüngster Zeit entstandenen Einfamilienhäusern das Ortsbild prägen.


Literatur
– H. Waldvogel, «Gesch. der Herrschaft Wagenhausen», in ThBeitr. 101, 1964, 5-49
Kdm TG 6, 2001, 432-435

Autorin/Autor: Verena Rothenbühler