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Breitinger, Johann Jakob

geboren 30.1.1814 Dinhard, gestorben 15.3.1880 Weesen, ref., von Zürich und (ab 1865) Weesen. Ledig. Lehre bei Baumeister Johann Jakob Locher in Zürich, Stud. in Neuenburg, Paris und Berlin (Einfluss Karl Friedrich Schinkels). 1837-45 Leiter seines eigenen Baugeschäfts in Zürich, 1845-53 eines Asphaltwerks in Tirol. Im Gr. Stadtrat von Zürich, Mitglied der Zürcher Baukommission. Von B.s grossem Œuvre haben sich erhalten: Bahnhof Romanshorn (1854-56), Grossmünsterkapelle Zürich (1858-60), Rathausanbau Rapperswil (SG, 1860), Haus des Landammanns Heer in Glarus (1862), Bahnhöfe der Toggenburgbahn von Bazenheid, Lütisburg, Bütschwil und Dietfurt (1869-70), Toggenburger Bank in Lichtensteig (1872), Gemeindeschulhaus Zofingen (1873-76), Hotel Bernina in Samedan (1875), ref. Kirche von Siebnen (1875-78), Bad Stachelberg in Linthal (1880). In den Formen des Historismus (Klassizismus, Neugotik, Neurenaissance, schweiz. Holzstil) wagte sich B. neben dem Kirchenbau an neue Baugattungen (Schulhaus, Bahnhof, Hotel, Bank, bürgerl. Villa).


Literatur
Architektenlex., 89

Autorin/Autor: Bruno Carl