Bettini, Giovanni Battista

1687-1701 als Stuckateur und Baumeister nachgewiesen. Mitglied einer Fam. aus Breganzona, die im 17. Jh. mehrere Kunstschlosser hervorgebracht hat. 1687 stuckierte B. die Abtkapelle des Klosters Muri, 1693 die Klosterkirche Pfäfers. 1694-96 zeichnete er verantwortlich für Bau und Stuckierung des Oktogons im Kloster Muri. Dieser Zentralbau, sein Hauptwerk, dürfte auch von ihm geplant worden sein, denn erst die Stuckaturen verleihen der bescheidenen Architektur hochbarocke Sprache. 1696-98 Stuckierung der Stadtkirche Baden. 1700 und 1701 ist B. in Deutschland nachgewiesen: in Gengenbach (Martinskirche), in Frauenalb (?) und im Rastatter Schloss. Mehrfach arbeitete er mit dem Maler und Landsmann Francesco Antonio Giorgioli zusammen.


Literatur
Die Vorarlberger Barockbaumeister, hg. von W. Oechslin, 1973, 113
– H. Meyer-Winkler, H. Horat, «Die Stukkaturen der Pfarrkirche von Dallenwil», in BGN 39, 1980, 114 f.
– P. Felder, Barockplastik der Schweiz, 1988, 208

Autorin/Autor: Heinz Horat