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Pellanda, Giovanni Battista

geboren 1541 Biasca, gestorben 9.3.1615 Biasca, kath., von Biasca. Sohn des Pietro, Console von Biasca, Seckelmeisters und Statthalters des Landvogts. ∞ 1) 1562 Barbara Dell'Era, von Pollegio, 2) 1586 Laura Orelli, von Locarno, 3) 1595 Caterina (Nachname unbekannt), 4) 1604 Giovanna Chicherio, von Bellinzona. P. stammte aus einem seit dem 14. Jh. belegten Bürgergeschlecht von Biasca, war Grundbesitzer, handelte v.a. mit Lebensmitteln und gehörte zu den wichtigsten Inhabern der Zollpacht von Biasca. 1568 und 1571-74 Console von Biasca, zwischen 1580 und 1602 viermal Seckelmeister und achtmal Statthalter. 1583 wurde er von Papst Gregor XIII. für seine Verdienste um die Kirche zum Ritter vom Goldenen Sporn geschlagen. P. stand in freundschaftl. Verhältnis zu Carlo und Federico Borromeo. 1607 errichtete er eine Kaplanei (mit angeschlossener Schule) in der Kapelle S. Rosario, die er selbst einige Jahre zuvor in der Propsteikirche SS. Pietro e Paolo hatte erbauen lassen. Zwischen 1580 und 1594 erhielt er die Ehrenbürgerschaft der Gem. Iragna, Disentis, Lodrino, Mesocco und der Kt. Uri und Unterwalden. Die Casa Cavalier Pellanda mit dem prunkvollen Renaissancesaal aus Holz, die P. 1586 erbauen liess, ist heute Kulturzentrum und Museum.


Literatur
– C. Pellanda, Memorie vallerane, 1991

Autorin/Autor: Daniela Pauli Falconi / CN