Matzingen, von

Freiherrengeschlecht (13.-14. Jh.), das in enger Beziehung zu den Frh. von Kempten und Wetzikon stand, mit denen es sich das Wappen teilte und im 13. Jh. auch regelmässig gemeinsam auftrat. Vom Besitz der M. weiss man nur, dass er sich offenbar im Zürcher Oberland konzentrierte; die M. besassen z.B. den Kirchensatz von Gräslikon und Gossau (ZH). Der 1092 und 1094 genannte Wolftregil gehörte wohl nicht zur Familie. Erster gesicherter Vertreter ist Rudolf, der 1219 als Zeuge für Regensberg erwähnt wird. Nach 1285 verlor die Fam. zunehmend an Bedeutung. Ulrich, vermutlich Neffe der Äbtissin Elisabeth ( -> 1), bewegte sich im Umfeld Österreichs und starb 1350 in der Zürcher Mordnacht als letzter weltl. Vertreter der Fam. Sein Erbe ging an Walter von Hohenklingen.


Literatur
– J.A. Pupikofer, Gesch. des Thurgaus 1, 1886, 434, 710
Die Wappenrolle von Zürich, hg. von W. Merz, F. Hegi, 1930, 91 f.
– Sablonier, Adel

Autorin/Autor: Martin Leonhard