Langenstein, von

Nobilesgeschlecht aus dem Oberaargau, das im 13. Jh. ausstarb und nach der Burg L. (Gem. Melchnau) benannt wurde. Aufgrund der Lage der Burgen L. und Grünenberg (mit der Schnabelburg eine Anlage von drei Einzelburgen) und des Erbgangs der langenstein. Hinterlassenschaft sind frühe Verwandtschaftsbeziehungen zu den Frh. von Grünenberg anzunehmen. Ferner ging die Fam. L. Heiratsverbindungen mit den Frh. von Balm sowie den Herren von Kapfenberg ein. Eigengüter lagen v.a. im Tal der Rot und der Langeten. Die Pertinentien der Eigenkirche in Kleinroth (in der ehemaligen Gemeinde Untersteckholz, Gemeinde Langenthal) sowie weitere Güter wurden von den Brüdern Ulrich, Werner und Lütold zwischen 1191 und 1194 für die Gründung eines Zisterzienserklosters gestiftet, das nach 1194 nach St. Urban verlegt wurde. Werner und Lütold traten darauf in den Zisterzienserorden ein. Ulrich verstarb vor 1212 als letzter weltl. Vertreter des Geschlechts.


Literatur
GHS 1, 278-289, (mit Stammtaf.)
– J. Schmid, Gesch. der Cisterzienser-Abtei St. Urban, 1930, v.a. 13-19, 30 f.
HS III/3, 376-379, 390

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen