Krenkingen, von

Freiherrengeschlecht des 12.-15. Jh., dessen Besitz sich entlang der Wutach konzentrierte. Die K. besassen die gleichnamige Burg in der Gem. K. (Klettgau). Erster bekannter Vertreter des Geschlechts war Adilhard, der 1102 als Zeuge für die von Zähringen auftrat, in deren Umfeld sich die Fam. während des ganzen 12. Jh. bewegte. Ihren Höhepunkt erreichten die K. um 1200, als ihnen - wohl durch den Einfluss des Konstanzer Bf. Diethelm ( -> 2) - die Vogtei über das Kloster Rheinau übertragen wurde. In der Folge teilte sich die Fam. in zwei Linien. Wohnsitze der Linie Alt-K. waren bis zu ihrem Aussterben 1418 die Gutenburg und die Burg Tiengen, während die Linie Weissenburg-K. ihren Besitz von der rheinauischen Weissenburg bei Waldshut aus verwaltete, bis sie sich gegen 1300 auf habsburg. Druck hin auf die Roggenbach (Gem. Bonndorf, Schwarzwald) zurückzog. Elisabeth, Äbtissin des Zürcher Fraumünsters, verkaufte 1482 das Erbe ihrer Fam., die Herrschaft Roggenbach, an die Gf. von Lupfen.


Literatur
Die Wappenrolle von Zürich, hg. von W. Merz, F. Hegi, 1930, 37 f.
– H. Maurer, Das Land zwischen Schwarzwald und Randen im frühen und hohen MA, 1965, 105, 142-145
GHS 4, 125-174, (mit Stammtaf.)

Autorin/Autor: Martin Leonhard