Kaiserstuhl, von

Gegen Ende des 13. Jh. ausgestorbenes Nobilesgeschlecht. Urkundlich sind die K. erst gegen Mitte des 13. Jh. mit der drittletzten Generation fassbar; die Genealogie ist umstritten. Verwandtschaftl. Beziehungen bestanden zu den Frh. von Tengen, evtl. Regensberg und Wart, von denen sich die K. vermutlich durch Namensänderung in der 1. Hälfte des 13. Jh. abzweigten, sowie den Ritteradligen von Teufen. Die K. besassen verstreute Eigengüter rechts und links des Rheins und im südl. Schwarzwald sowie in Fisibach die Vogtei über die Güter des Klosters Wislikofen. 1254 vergabte Rudolf fast den gesamten Besitz an das Kloster Wettingen. In der neueren Forschung wird bestritten, dass die Burg K. durch ein Konnubium mit der Erbtochter Adilburg, die urkundlich nicht als Familienmitglied der K. fassbar ist, an die Frh. von Regensberg gelangte. Weitere männl. Vertreter der Fam. traten kaum handelnd auf; auffällig ist die fast durchgehende Zuwendung zum geistl. Stand in der letzten Generation.


Literatur
– W. Merz, «Freie von K.», in GHS 1, 398-400; 3, 409, (mit Stammtaf.)
– H. Naumann, «K.», in ZGO 116, 1968, 165-186
– H. Naumann, «Die Gründung der Stadt K.», in ZGO 118, 1970, 67-87

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen