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Steinegger, Sebastian

geboren 7.9.1736 (Franz Karl) Lachen, gestorben 10.4.1807 Wettingen, kath., von Lachen. Sohn des Franz Michael, Gastwirts, und der Maria Elisabeth Regina Fassbind. 1754 Profess im Zisterzienserkloster Wettingen, 1760 Priesterweihe, 1762-67 Lehrer der Theologie, 1767-68 Pfarrer in Würenlos, 1768 Wahl zum Abt. S. bemühte sich um einen Mittelweg zwischen Ordensideal und Aufklärungsideen. Seine Klosterbaupläne lehnte der Konvent ab. Während der Helvetik blieb er im Kloster und vermochte so den Konvent zusammenzuhalten. Aus Sorge um die Existenz der Klöster und ihrer Schulen befasste sich S. ab 1804 mit Schulfragen und wurde Mitglied des aarg. Schulrats. Nach Aufhebung des Klosters Salem entstand auf seine Initiative 1806 die schweiz. Zisterzienserkongregation, deren erster Leiter er wurde.


Literatur
HS III/3, 485 f.
– A. Kottmann, M. Hämmerle, Die Zisterzienserabtei Wettingen, 1996, 207-255

Autorin/Autor: Anton Kottmann