Bremgarten, von

Konsultieren Sie diesen Artikel auf der neuen HLS-Webseite (Beta-Version)

Berner Nobilesgeschlecht, benannt nach der Burg in B. bei Bern, urkundlich fassbar gegen Ende des 12. Jh. mit Kuno. Die Genealogie ist über acht Generationen bis zum sozialen Aussterben Mitte des 14. Jh. relativ gesichert Verwandtschaftsbeziehungen bestanden zu den Oberländer Geschlechtern von Thun (Frh.), Strättligen und Unspunnen. Güter und Rechte besassen die B. in B. und nordwestl. davon, Reichslehen in Köniz. Sie waren Gegner der zähring. Städtegründungspolitik (Bern) und nach 1260 Parteigänger der Habsburger bei deren Auseinandersetzungen mit Savoyen. 1249 erfolgte die Teilung der Herrschaft. Trotz späteren Herrschaftsverzichts der einen Linie begann nach Mitte des 13. Jh. ein rascher wirtschaftl. Abstieg: 1298 zerstörten die Berner die bereits verpfändete Burg und das Städtchen B., 1306 verkauften die Brüder Heinrich und Ulrich III. Schloss und Herrschaft an die Johanniter von Münchenbuchsee.


Literatur
– B. Schmid, «B. bei Bern», in BZGH, 1947, 115-124
– W. Simon, Chronik von B. bei Bern, 1947, v.a. 74-106

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen