Belp-Montenach, von

Hochadelsgeschlecht des 12. und 13. Jh. aus Kleinburgund, mit Besitz am Belpberg und im oberen Aareraum, ab 1146 als Herren Montagny bezeugt. Seine Mitglieder gehörten zuerst zum Gefolge der Gf. von Burgund, waren danach Vasallen der Hzg. von Zähringen und nach 1254 der Gf. von Savoyen, ehe die Herrschaft Belp unter die Kontrolle Berns geriet. Erster bezeugter Vertreter ist Ulrich von Belp (belegt 1107-11). Seine Söhne waren Rudolf von Belp (belegt 1111-46) und Konrad von Montagny (belegt 1146-75). Rudolf von Montagny (belegt 1173-96/98) war ein Sohn Konrads. Sein Sohn Aymo I. von Montagny (belegt ab 1192/96, gestorben 1239) war mit Gepa von Wolhusen verheiratet. Ihr Sohn Aymo II. von Montagny (bezeugt 1230-65) musste nach dem Tod des Vaters Teile seines Besitzes verkaufen; 1254 schwor er Peter II. von Savoyen den Lehenseid für Belp, lehnte sich aber 1265 gegen diesen auf. Aymos Sohn Wilhelm I. (belegt ab 1262, gestorben 1311), Gatte der Luqueta von Cusance, musste sich 1267 endgültig den Savoyern unterwerfen; auch ihn zwangen finanzielle Schwierigkeiten, Güter zu verkaufen. Neben den savoy. Lehen erscheinen nun solche der Bf. von Lausanne und der Gf. von Aarberg. 1277 kam es zu einer Herrschaftsteilung, durch die Wilhelm I. alle Güter östl. der Saane, sein Bruder Hartmann (bezeugt ab 1262, gestorben 1281) diejenigen westl. davon erhielt. Hartmanns Sohn Ulrich (gestorben vor 13.5.1334) war mit Klara von Affoltern verheiratet. Mit seinem Onkel Wilhelm I. von Montagny kämpfte Ulrich 1298 in der Schlacht am Donnerbühl/Dornbühl gegen Bern, worauf seine Burg Belp zerstört wurde. 1306 schloss er mit Bern einen Burgrechtsvertrag ab. Seine Söhne Hartmann (gestorben vor 15.10.1364), Gatte der Nicole von Englisberg, und Ägidius (gestorben vor 31.3.1358) waren die letzten männl. Angehörigen des Belper Zweigs. Hartmanns Tochter Katharina verkaufte 1383 den Rest der Herrschaft Belp Petermann von Wabern.


Literatur
– F.E. Welti, «Die Frh. von B.», in BZGH 7, 1945, 61-71
– S. Jäggi Die Herrschaft Montagny, 1989, 29-74

Autorin/Autor: Stefan Jäggi