Bons, de

Anfang des 13. Jh. in B. (heute B.-en-Chablais, Dep. Haute-Savoie, F) bezeugte Familie. Es gab mehrere, durch die Reformation geteilte Zweige, von denen die meisten erloschen sind. Ein Zweig war Ende des 16. Jh. in Genf wohnhaft (François -> 2) und verbreitete sich im Pays de Gex, in Holland und im Waadtland, wo er sich ab 1590 zu einem Zweig gesellte, der de Cossonay genannt wurde (Pfarrherren, Professoren, Offiziere, Magistraten). Barthélemy, Lehnsherr von Vernand, wurde 1688 Bürger von Lausanne. Ein anderer Zweig, der um 1569 in Thonon (Chablais) lebte, liess sich 1621 in Saint-Maurice nieder (Magistraten, Offiziere in fremden Diensten, Schriftsteller) und war durch Heirat mit vielen wichtigen Walliser Fam. verbunden. Eine Fam. ähnlichen Namens (Debons), aber anderer Herkunft entwickelte sich vom 13. Jh. an in Savièse. Ihr entstammten Amtsträger und Priester.


Archive
– AEG, Nachlass
Literatur
– C.-L. de B., Origine et généalogie de la famille de B., 1864
Schweiz. Geschlechterbuch 5, 87-93
Walliser Wappenbuch, 1946
Neues Walliser Wappenbuch 1, 1974

Autorin/Autor: Pierre Reichenbach / BE