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Lommis

Polit. Gem. TG, Bez. Münchwilen, im Lauchetal bei Matzingen. Die polit. Gem. umfasst seit 1995 die ehem. Ortsgem. L., Kalthäusern und Weingarten. Die Munizipalgem. L. bestand 1803-1994 aus den genannten Gem. sowie den ehem. Ortsgem. Bettwiesen und Wetzikon (TG). 824 Loubmeissa. Polit. Gem.: 2000 962 Einw. Ehem. Munizipalgem.: 1850 1'131 Einw.; 1900 1'061; 1950 1'128; 1990 1'789. Ehem. Ortsgem.: 1850 356 Einw.; 1900 341; 1950 350; 1990 487. 854 erhielt St. Gallen Güter aus der Mark L. Um 1200 war die Herrschaft L., ein Lehen der Abtei Reichenau und der Gf. von Toggenburg, im Besitz der Ministerialen von L. 1443 zog Petermann von Raron L. an sich. Nach weiteren Wechseln gelangte L. 1599 an die Abtei Fischingen, bei der es bis 1798 verblieb. Kirchlich gehörte L. im HochMA vermutlich zu Affeltrangen; 1214 ist ein Priester erwähnt. 1529 schloss sich die Gem. der Reformation an, doch gelang dem Gerichtsherrn 1532 die Wiedereinführung der Messe. Das ref. L. wurde Filiale von Matzingen (bis 1961), die Kirche 1648-1966 paritätisch genutzt. Acker- und Rebbau (bis 1900) sowie Torfabbau (bis 1918). Mühle (1625), Sägerei und Baumwollspinnerei in Heimarbeit. 1810-39 Baumwollspinnerei Lauchetal, um 1900 Stickerei, 1933 Schuhfabrik. Die Melioration 1918 stärkte die Milchwirtschaft (Käserei). Zu Beginn des 21. Jh. boten v.a. Bauunternehmen, das Gewerbe (u.a. Holzbau, Flugzeugelektronik) und der 1962 angelegte Flugplatz Arbeitsplätze. Ab 1970 wuchs die Gemeindebevölkerung rasch.


Literatur
Kdm TG 2, 1955, 241-264
Thurgauer Ztg., 8.9.2005

Autorin/Autor: Erich Trösch