• <b>Von Hohenzollern</b><br>Besuch von Friedrich Wilhelm IV., König von Preussen und Fürst von Neuenburg, in Les Brenets am 27. September 1842. Lithografie von  Charles-Rodolphe Weibel-Comtesse,  1842 (Musée d'art et d'histoire Neuchâtel). Königin Elisabeth-Louise ist die einzige Frau an diesem offiziellen Empfang, wenn man vom Chor der Nymphen absieht, der sich in der Grotte de la Toffière am Ufer des Doubs verbirgt. Der Unterpräfekt von Pontarlier, begleitet von einer Delegation aus der Freigrafschaft Burgund, befindet sich im Boot links. Das Boot rechts befördert den Gerichtshof und die Notabeln von Les Brenets. Plaketten erinnern an die früheren Besuche Friedrich Wilhelms III. am 14. Juli 1814 und des Prinzen Friedrich Wilhelm am 24. Juli 1819.

Hohenzollern, von

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Die 1061 erstmals erwähnte Fam. stieg mit den Staufern auf. Ihre Abkunft von schwäb. Adelssippen bleibt ebenso fraglich wie die seit dem 16. Jh. behauptete Zugehörigkeit des Hl. Meinrad von Einsiedeln zu ihr. Die H. teilten sich 1204 in eine fränk. (später evang.) und eine schwäb. (kath.) Linie. Erstere erwarb 1415 die Mark Brandenburg und die Kurwürde. Friedrich I., Abkömmling dieser Linie, hatte 1415 für Kg. Sigismund die ostschweiz. Städte Stein am Rhein, Diessenhofen, Frauenfeld und Winterthur eingenommen. Die Linie stieg über die preuss. Königswürde (1701) zur dt. Kaiserwürde auf (1871), die sie bis 1918 behielt. Friedrich I., erster preuss. König, wurde nach dem Tod von Marie de Nemours 1707 Fürst von Neuenburg. Seine Nachfolger behielten das Fürstentum bis zur Neuenburger Revolution von 1848 und verzichteten 1857 auf alle Herrschaftsansprüche (Neuenburgerhandel).

<b>Von Hohenzollern</b><br>Besuch von Friedrich Wilhelm IV., König von Preussen und Fürst von Neuenburg, in Les Brenets am 27. September 1842. Lithografie von  Charles-Rodolphe Weibel-Comtesse,  1842 (Musée d'art et d'histoire Neuchâtel).<BR/>Königin Elisabeth-Louise ist die einzige Frau an diesem offiziellen Empfang, wenn man vom Chor der Nymphen absieht, der sich in der Grotte de la Toffière am Ufer des Doubs verbirgt. Der Unterpräfekt von Pontarlier, begleitet von einer Delegation aus der Freigrafschaft Burgund, befindet sich im Boot links. Das Boot rechts befördert den Gerichtshof und die Notabeln von Les Brenets. Plaketten erinnern an die früheren Besuche Friedrich Wilhelms III. am 14. Juli 1814 und des Prinzen Friedrich Wilhelm am 24. Juli 1819.<BR/>
Besuch von Friedrich Wilhelm IV., König von Preussen und Fürst von Neuenburg, in Les Brenets am 27. September 1842. Lithografie von Charles-Rodolphe Weibel-Comtesse, 1842 (Musée d'art et d'histoire Neuchâtel).
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Die schwäb. Linie wurde im SpätMA durch Teilungen, Erbstreitigkeiten und Verpfändungen sowie die Zerstörung der Stammburg (1423) in eine unbedeutende Randrolle gedrängt. Sie übte das Marschallamt der Abtei St. Gallen aus. Gf. Nikolaus erhielt als Sohn der Ursula von Rhäzüns aus der Erbschaft der Rhäzünser die Herrschaft Jörgenberg (1458), die er an die Abtei Disentis verkaufte (1472). Nach Ablösung der Erbrechte der Erbschenken von Limpurg (1468) erwarb er die Stammherrschaft Rhäzüns mit Tenna und Obersaxen, die sein Sohn Eitelfritz mit Ks. Maximilian I. gegen die Herrschaft Haigerloch tauschte (1497). Die schwäb. H. teilten sich 1576 in die Linien Haigerloch, Hechingen und Sigmaringen auf; die beiden letzteren erhielten 1623 die Reichsfürstenwürde, stiegen 1653 ins Reichsfürstenkolleg auf und übertrugen ihre Herrschaften 1849 an die preuss. Linie.


Literatur
– H. Natale, «Gf. von Zollern und die Herrschaft Rhäzüns», in Zs.f. hohenzoller. Gesch. 2, 1966, 45-110
LexMA 5, 83 f.
– W. Neugebauer, Die H. 1, 1996

Autorin/Autor: Immo Eberl