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Tschudi, Dominikus

geboren 17.1.1597 (Balthasar) Wil (SG), gestorben 6.6.1654 Baden, begraben Leontiuskapelle des Klosters Muri, kath., von Glarus. Sohn des Melchior, Kanzlers des Stifts St. Gallen in Wil, und der Verena Giezendanner. Neffe des Aegidius ( -> 1). 1610 Klosterschule Muri, 1613 Profess, 1614 Stud. in Dillingen, 1617 Magister philosophiae, 1618 Kirchenrechtsstud. in Ingolstadt, 1622 Lizenziat. Im gleichen Jahr Sekr. des Abts von Muri Johann Jodok Singisen, 1630-44 Sekr. der Schweiz. Benediktinerkongregation, 1642 Ökonom, 1644 Abt des Klosters Muri. 1645-54 Visitator der Kongregation. Auf Drängen der kath. Orte 1651 Kauf der Herrschaft Klingenberg und damit verbunden des Patronatsrechts der Pfarrei Homburg und der niederen Gerichtsbarkeit. 1653 Vermittler im Bauernkrieg. Verfasser hist. und hagiograf. Arbeiten.


Literatur
HS III/1, 936 f.

Autorin/Autor: Anton Wohler