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Guillebaud, Jean-Pierre

geboren 2.12.1805 Genf, gestorben 2.5.1888 Genf, ref., Sohn des Ami, Schreiners, und der Ursule geb. Spalinger. Stud. an der Genfer Architekturschule (Schüler von Jean Jaquet) und an der Ecole des Beaux-Arts in Paris (1825, bei Pierre-Louis Baltard). 1831-32 hielt sich G. in Italien auf, wo er in Florenz Drahtseilbrücken über den Arno baute. Zurück in Genf, wurde er Architekt der Ökonom. Gesellschaft, die ihm den Bau von Schulen und Kirchenrestaurierungen im Kanton anvertraute. Er erhielt auch bedeutende Aufträge von privater Seite (1840-42 Hôtel de la Rive, 1865 Russ. Kirche in byzantin. Stil und auf quadrat. Grundriss nach einem Plan von David Grimm), nahm an zahlreichen Wettbewerben teil (1845 ref. Kirche Plainpalais) und war 1851-53 der Architekt der Société anonyme des Bergues (Aktiengesellschaft zur Neugestaltung des Genfer Stadtviertels Les Bergues). In dieser Funktion baute er die Gebäude am Quai du Mont-Blanc 5, 7 und 9; Letzteres wurde 1908 dem Grand Hôtel de la Paix angegliedert. 1839-44 arbeitete Jean-Daniel Blavignac in G.s Büro mit; sie waren beide Gründungsmitglieder des Genfer Architektenvereins (1848).


Literatur
– L. El-Wakil, Bâtir la campagne, 2 Bde., 1988-89
Architektenlex., 236 f.

Autorin/Autor: Catherine Courtiau / AHB