09/09/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken

Langrickenbach

Polit. Gem. TG, Bez. Kreuzlingen, an der Strassenkreuzung Sulgen-Altnau und Amriswil-Konstanz gelegen. Die 1998 gebildete polit. Gem. L. setzt sich aus der 1803-1997 bestehenden Munizipalgem. L. mit den ehem. Ortsgem. Dünnershaus, Herrenhof, L. (mit Belzstadel und Unter-Greut) und Zuben sowie der vormals zur ehem. Munizipalgem. Illighausen gehörenden ehem. Ortsgem. Schönenbaumgarten zusammen. 889 Rihchinbahc. Polit. Gem.: 2000 1'042 Einw. Ehem. Munizipalgem.:1850 1'178 Einw.; 1900 1'093; 1950 1'014; 1990 879. Ehem. Ortsgem.: 1870 177 Einw.; 1950 154; 1990 153. L. kam mit Greut 1351 an die Herren von Helmsdorf. 1521-1798 gehörte es zum Domkapitel von Konstanz. Gegen niedergerichtl. Urteile musste beim Hofgericht in Konstanz appelliert werden. Belzstadel gehörte bis 1798 mehrheitlich zu Münsterlingen. Eine Kirche wurde um 900 erstmals erwähnt. Seit der Reformation 1529 besuchen die Katholiken von L. die Kirche Altnau. In L. wird Acker- und Obstbau, Viehzucht und Milchwirtschaft sowie Gemischtwaren-, Holz- und Viehhandel betrieben. 1862 ist ein sog. Musmüller erwähnt. Kattunweberei ist 1835 bezeugt, Stickereien gab es ca. 1880-1913. L. besitzt eine um 1900 erstmals erw. moderne Käserei. Die neue polit. Gem. L. ist strukturschwach. Im Jahr 2000 arbeiteten noch knapp zwei Fünftel der Erwerbstätigen im 1. Sektor.


Literatur
Hinweisinventar alter Bauten und Ortsbilder im Kt. Thurgau, Ms., 1996, (StATG)

Autorin/Autor: Erich Trösch