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Businger, Josef Mariä

geboren 8.9.1764 Stans,gestorben 25.4.1836 Luzern, kath., von Stans. Sohn des Viktor Mariä ( -> 6). Schulen in Bischofszell, Einsiedeln, Luzern, Solothurn und Pruntrut (Musik). 1787 Priesterweihe, 1788 Kaplan in Stans. Als Anhänger der Helvetik verliess er am 31.3.1798 Stans und wurde helvet. Archivar in Aarau. Nach der franz. Intervention in Nidwalden wurde B. im Okt. 1798 zum Pfarrer von Stans ernannt, um hier zu vermitteln. 1799 übernahm er von Pestalozzi das Waisenhaus. Da ihn seine Landsleute weiterhin ablehnten, zog er 1803 nach Luzern, wo er dank Einkünften aus einem preuss. Ehrenkanonikat in Grossglogau (Schlesien) als Privatgelehrter wirkte. Zeitlebens unterstützte er eine liberale Schulpolitik. B.s hist. Forschungen zur Innerschweiz sind von aufklärer. Gedankengut, religiöser Toleranz und bemerkenswerter wissenschaftl. Kompetenz geprägt.


Literatur
Nidwalden vor hundert Jahren, 1898, 76-79
– Feller/Bonjour, Geschichtsschreibung 1, 510 f.

Autorin/Autor: Waltraud Hörsch