Dippishausen-Oftershausen

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Kemmental, Bez. Kreuzlingen. D. (bis 1952 Dippishausen) ging auf Anfang 1984 in der Ortsgem. Siegershausen auf und gehörte bis 1996 zur Munizipalgem. Alterswilen. Es umfasste die an der Landstrasse Sulgen-Kreuzlingen gelegenen Weiler Dippishausen (1192 Tibinshusen), Oftershausen (1275 Oftershusen) und Bätershausen (1291 Berhtershusen). 1850 140 Einw.; 1900 118; 1950 140; 1980 121. Das Gemeindegebiet lag ursprünglich in der Konstanzer Bischofshöri. Während Dippishausen und Oftershausen vom 13. Jh. bis 1798 der Vogtei Eggen zugehörten, war Bätershausen im SpätMA Teil der Herrschaft Kastell, dann des Gerichts Siegershausen und damit bis 1798 der bischöfl. Obervogtei Gottlieben. Das Gebiet gehörte zunächst zur Pfarrei St. Stephan in Konstanz. Seit dem 13. Jh. waren Dippishausen und Oftershausen stets nach Alterswilen pfarrgenössig. Nach der Reformation 1529 gingen die wenigen Katholiken in Kreuzlingen zur Kirche, seit 1831 gehören sie zur Pfarrei Emmishofen. Die Pfarrrechte über Bätershausen besass vom 13. Jh. an das Stift Kreuzlingen. Kornbau in drei Zelgen prägte die bäuerl. Gem., ab Mitte des 19. Jh. erfolgte der Übergang zu Vieh- und Milchwirtschaft, 1967-87 die Güterzusammenlegung.


Literatur
– H. Maurer, «Die Bischofshöri», in Freiburger Diözesan-Archiv 100, 1980, 9-25
Thurgauer Volksfreund, 12.1.; 9.2.; 12.4. und 12.7.1984

Autorin/Autor: André Salathé