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Mola, Giovanni Battista

geboren 9.7.1586 Coldrerio, gestorben 23.1.1665 Rom, kath., von Coldrerio. Sohn des Giovan Pietro und der Aurelia della Porta. ∞ 1607 Elisabetta Cortesella, aus Como. M. war bereits 1601 in Rom als Architekt, Stukkateur, Maler und Schriftsteller tätig, kehrte aber, zumindest bis 1615, häufig nach Coldrerio zurück. In jenem Jahr wird er als sottomaestro alle strade erwähnt. Sein erstes bekanntes Werk war 1623-26 die Kapelle des Hl. Gnadenbilds im Dom von Spoleto. 1629-34 wirkte er am Bau der Stadtbefestigung von Castelfranco Emilia mit. In versch. Kirchen Roms war er als Architekt und Stuckateur tätig und arbeitete mit seinem Bruder Giacomo auch als Ingenieur. Erhalten sind nur seine unbedeutenderen Bauten, die noch einem klassizist. Manierismus verpflichtet sind, sowie zahlreiche Zeichnungen. Sein Römer Kunstführer von 1663 ist eine wichtige Quelle für das Kunstschaffen der damaligen und der vorangehenden Zeit; während dieser durch genaue Sachinformation besticht, bleibt er in seinem ästhet. Urteil veraltet.


Literatur
Pier Francesco Mola, Ausstellungskat. Lugano und Rom, 1989, 28-39
Il giovane Borromini, Ausstellungskat. Lugano, 1999, 305-313

Autorin/Autor: Anastasia Gilardi / GL