Wilen bei Neunforn

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Neunforn, Bez. Frauenfeld. 909 Wilare. 1850 78 Einw.; 1900 78; 1950 62; 1990 53. Das Kloster St. Gallen erwarb 909 in einem Tausch in W. zwei Huben und auch die umliegenden Klöster St. Katharinental und Kalchrain besassen dort Höfe. W. war auf die drei Niedergerichte Niederneunforn, Oberneunforn und Stammheim aufgeteilt, die 1694-1798 alle unter Zürcher Herrschaft standen. Das Dorf W. ist durch die Kantonsgrenze geteilt: Der Zürcher Teil gehört seit 1798 zur Gem. Oberstammheim. Das thurg. W. war 1803-53 Teil der Ortsgem. Niederneunforn der Munizipalgem. Neunforn. 1853-86 (ab 1862 mit Hueb) bildete das ganze Dorf aufgrund eines thurg.-zürcher. Vertrags eine Zivilgem., blieb aber auf Oberstammheim und Neunforn aufgeteilt. 1887-1995 war der thurg. Teil eine eigene Ortsgem. der Munizipalgem. Neunforn. Kirchlich gehörte ganz W. stets zu Neunforn. Wirtschaftlich überwiegen Ackerbau, Vieh- und Milchwirtschaft.


Literatur
Thurgauer Tbl., 25.7.1992
Thurgauer Ztg., 2.4.2007

Autorin/Autor: Erich Trösch