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Kleindietwil

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Aarwangen, Verwaltungskreis Oberaargau, seit 2011 Teil der Gemeinde Madiswil. Zu Kleindietwil gehörten das gleichnamige Dorf, der Weiler Schynen und Einzelhöfe. 816-837 Diotinwilare. 1764 232 Einw.; 1850 400; 1888 454; 1900 410; 1950 505; 1980 460; 2000 536. Erdwerk mit Wall und Graben im Bergwald Hunzen. 816-837 kam das Kloster St. Gallen durch Schenkungen zu Gütern in K. Im 15. Jh. gehörte das Niedergericht den Frh. von Rosenegg. Deren Lehensträger verkauften es mit Fischereirechten in der Langeten 1435 an Burgdorf, das es seiner Vogtei Lotzwil unterstellte. Hochgerichtlich stand K. ab 1406 unter der Landvogtei Wangen. 1575 teilte die Bauernsame von K. ihre Allmend unter die fünf berechtigten Lehenhöfe. 1697 erfolgte eine interkommunale Regelung der Wässerungsrechte an der Langeten. 1798 kam K. zum Distrikt Langenthal, 1803 zum Oberamt Aarwangen. Die ref. Bevölkerung gehört zur Kirchgem. Rohrbach. Neben der Landwirtschaft und dem Kleingewerbe siedelte sich 2003 eine Firma für Spitalbedarf an. Die 1889 eröffnete Langenthal-Huttwil-Wolhusen-Bahn förderte das Wegpendeln. 1833 riefen Private aus sechs Nachbargemeinden in K. eine Sekundarschule ins Leben. Zum 1907 gegr. Schulverband K. gehörten Anfang des 21. Jh. sieben Gemeinden.


Literatur
– P. Räber, 100 Jahre Sekundarschule K., 1833-1933, 1933
– K.H. Flatt, Die Errichtung der bern. Landeshoheit über den Oberaargau, 1969
Der Amtsbez. Aarwangen und seine Gem., 1991

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler